01

Feb

2016

Die Zukunft der Regionalzeitung sichern!

Mein erster Newsletter 2016 konzentriert sich auf die Zukunftssicherung von Regionalzeitungen. Die IVW-Zahlen sind deutlich: Fast alle Blätter können schon froh sein, gegenüber dem Vorjahresquartal "nur" zwei oder drei Prozent an der verkauften Auflage einzubüßen. Deshalb habe ich eine Fülle von Best-Practise-Tipps gesammelt, die ich in einem monothematischen Konzept-Letter zur Verfügung stelle, den Sie hier auf meiner Website über die Anmeldung zu meinem monatlichen Newsletter kostenfrei beziehen können.

Dabei geht es auch um verkaufsfördernde Maßnahmen, ganz wesentlich aber um die Qualifizierung der Redaktionen. Denn, wie auch das aktuelle Edelman Trust Barometer wieder zeigt, verlieren klassische Printmedien (allen voran die Zeitungen) weiter das Vertrauen ihrer Leser. Gerade bei jüngeren Zielgruppen liegen Zeitungen beim "Glaubwürdigkeitsindex" aktuell gleichauf mit Suchmaschinen. Besonders stark fällt die Erosion an Vertrauen und Glaubwürdigkeit im Vergleich zu den Sozialen Medien auf.

So kann und darf es nicht weiter gehen! Ohne attraktive Inhalte, die Menschen interessieren, fesseln und faszinieren, ist das Geschäftsmodell Zeitung gefährdet – wenigstens, was die Printausgabe betrifft. Dazu bedarf es fachlich exzellenter, gut aus- und weitergebildeter Redakteure, die in ihren Leser- und Nutzergruppen hervorragend vernetzt sind und die Nähe zu Menschen suchen. 

Wie heißt es bei Edelman? "Die junge Generation hört auf die eigenen Freunde, nicht auf das, was ein Journalist sagt." Deshalb stellt sich die Frage, ob Zeitungsverlage gut beraten sind, jeweils flugs ausgerufenen "Megatrends" der Branche zu folgen. Für 2016 etwa heißt er "e-Commerce-Geschäftsmodelle".

Geht es vor dem Hintergrund der Daten und Fakten und auch der Stimmung im Land nicht eher darum, Zeitungsredakteure und freie Mitarbeiter von allzu vielen technischen, administrativen und organisatorischen Aufgaben zu befreien und ihren Kernaufgaben nachgehen zu lassen: Raus aus den Redaktionsstuben, hin zu den Menschen und ihren Problemen und sich als "Anwalt der Leser" bekannt machen!